b) Dessen Glaubwürdigkeit
Die urchristlichen Christuszeugen hatten auch alles Interesse daran, dass der von ihnen verkündete erhöhte Herr identisch ist mit dem den Zeitgenossen bekannten Jesus von Nazaret (siehe Apg 2,22; 3,6; 4,1; 6,14; 10, 34-43). Die Gründe hierfür sind folgende: Die Auferweckung Jesu liess sich nicht verkündigen ohne das Kerygma von seinem Tode als einem Heilstode zu sprechen. Gerade der Tod Jesu am Kreuze aber war für Juden und Heiden ein schwerer Anstoss und eher eine Abschreckung vor dem Glauben als eine Einladung zu ihm (scandalum crucis). Der Leidenstod Jesu als Messiastod stand zu den damaligen messianischen Hoffnungen des jüdischen Volkes in unversöhnlichem Gegensatz (vgl. J. Gewiess, Die urapostolische Heilsverkündigung nach der Apostelgeschichte, Breslau 1939, 20). Es musste daher verständlich und einsichtig gemacht werden, wie es zu der Hinrichtung Jesu, wie es zu dem todbringenden Zusammenstoss Jesu mit seinen Gegnern gekommen ist. Hierfür war zwar hintergründig der ewige Heilswille Gottes massgebend (Apg 2, 23; 3, 18; 4, 2; 4, 28; 13, 27; 1 Kor 15, 3; Joh 3, 16). Vordergründig jedoch, d.h. in dem der Beobachtung zugänglichen geschichtlichen Verflechtungszusammenhang hat die auf das Verhalten Jesu zurückgeführte, wenn auch auf dessen Fehlerklärung beruhende Verurteilung durch die jüdische Behörde und die römische Militärregierung Jesus ans Kreuz gebracht (Apg 2, 23; 3, 13ff; 4, 27; 5, 30; 10, 39; 13, 28).
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