b) Der Heilige Geist und das Reich Gottes

 

Am deutlichsten bringt der Apostel Paulus die kommende Herrschaft Gottes in Beziehung zu dem auferstandenen Christus. Im auferstandenen Herrn hat sich die Herrschaft Gottes an einer Stelle in der Schöpfung, nicht an einer beliebigen, sondern an der entscheidenden durchgesetzt, insofern Christus das Zentrum der Schöpfung ist und die gesamte Weltbewegung an ihm orientiert ist. Der erhöhte Herr wirkt im Heiligen Geist so auf die Welt, insbesondere auf den Menschen ein, dass, was an ihm schon Wirklichkeit geworden ist, an allem Wirklichkeit werden kann. Mit der Auferweckung Jesu wurde die letzte Zukunft eröffnet. An ihrer Gestaltung wirkt Jesus zur Rechten des Vaters bis zur Stunde seiner Wiederkehr. Im auferweckten Jesus hat die Zukunft, in die alle gerufen sind, schon begonnen.

 

c) Transzendenz des Reiches Gottes und zukünftige Sichtbarkeit

  

In dieser Zukunft wird die Transzendenz, die die Welt immerfort durchdringt, oder vielmehr der transzendente Gott so in die sichtbare Welt vordringen, dass es zu einem stetigen, immerwährenden Dialog zwischen dem unverhüllt sich schenkenden Gott und dem Geschöpfe kommt. Die höchste Form der durch Christus vermittelten Gottesherrschaft wird daher die unmittelbare Heilsbegegnung mit Gott dem Vater durch Jesus Christus im Heiligen Geiste (1 Kor 15, 20-28) sein. Der Christ radikalisiert in der Hoffnung auf das

 

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Gottesreich alle Zukunftserwartungen (J. Moltmann, Theologie der Hoffnung, München 1966'; G. Sauter, Zukunft und Verheissung, 1965; vgl. E. Bloch, Das Prinzip Hoffnung, 1959). Weitere Ausführungen über diese Zusammenhänge werden in dem Abschnitt über die Letzten Dinge gernacht werden.

 

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