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Auferstehung als Sinnerhellung
des ganzen Johannesevangeliums
In dieser Sicht der Auferstehung zeigen sich sehr deutlich der Sinn und das Ziel des ganzen Johannesevangeliums. Der zunächst beim Vater lebende Logos verbindet sich mit dem Menschen Jesus (als dessen Subsistenzgrund), führt ein menschliches Leben bis zum Tode am Kreuze und vermittelt so den Menschen das wahre Leben, das Leben nämlich in der Gemeinschaft mit Gott. Die Vermittlung dieses Lebens an die todverfallene Menschenwelt ist der eigentliche »Blickpunkt« des Evangelisten. Das Schwergewicht für den Weg Jesu Christi liegt auf dem Ziele. Von diesem Ziele her konzipiert Johannes den Denkweg seines Evangeliums (siehe Joh 6, 62). Es stellt eine Bewegung vom Vater über die Schöpfung durch Christus zum Vater dar.
Ein besonders starker Vorstellungsschub in dieser Bewegungs-Richtung geschieht in der »Brotrede« von Kapitel 6. Hier wird gesagt, dass das Gottesbrot, das jeden Hunger vertreibt, nichts anderes und niemand anders ist als der, der vom Himmel herabgestiegen ist und der Welt das Leben gibt.
Unsere sich eng an das Werk Schnackenburgs anschliessende Darstellung zeigt, dass Johannes Christologie und Soteriologie nicht unterscheidet (siehe »Aktualität des johanneischen Auferstehungszeugnisses«).
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